311 Erdgas Brennwerttechnik / Foto: Zukunft Erdgas e.V.

Archiv-News zum Thema Gas 2009

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EU gegen E.ON

(5. Dezember 2009) Die Brüsseler EU-Wettbewerbsaufsicht geht dem Verdacht nach, dass sich E.ON im Gasmarkt wettbewerbswidrig verhält.

Die E.ON Ruhrgas AG soll Transportkapazitäten in ihrem Leitungsnetz künstlich verknappt haben, um Wettbewerber zu behindern, hieß es in der "Financial Times Deutschland".

Die Tochter E.ON Gastransport habe mit E.ON Ruhrgas in mehrjährigen Verträgen so umfangreiche Kapazitäten gebucht, dass Wettbewerber oft nicht mehr zum Zuge kämen. Nun arbeiteten die Behörde und das Unternehmen an einem Kompromiss, so der Bericht.

Vier bundesweite Gasanbieter

Wettbewerb belebt

Vier bundesweite Gasanbieter

(11. November 2009) Die Zahl der bundesweit aktiven Gasanbieter liegt nun bei vier. Vor Kurzem haben die Gasanbieter TelDaFax, Troisdorf, und energiehoch3 die bundesweite Versorgung angekündigt.

TelDaFax hat die Liefergebiete entlang des Rheins erschlossen und liefert nun H- und L-Gas in alle deutsche Netzgebiete. energiehoch3, die Tochter der Stadtwerke Bochum und der Gelsenwasser AG, steigt als erstes kommunales Unternehmen mit der Marke gashoch3 in den bundesweiten Gasvertrieb ein.

Bisher haben nur die E.ON-Tochter E wie einfach und die Hamburger LichtBlick AG überall in Deutschland Gas angeboten.

RWE-Festpreis: Korrektur möglich

(26. Juni 2009) Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf haben im Herbst 2008 rund 100.000 Verbraucher in Erwartung steigender Gaspreise einen Festpreisvertrag bei RWE abgeschlossen und sich vom Abschluss des Vertrags "RWE Erdgas 2011" eine Kostenbegrenzung während der Laufzeit bis Ende August 2010 erhofft.

Da der Preis inzwischen deutlich nach unten gegangen sei, zahlten sie zurzeit kräftig drauf, so die Verbraucherzentrale. Selbst eine Belieferung in der gesetzlichen Grundversorgung biete RWE Westfalen-Weser-Ems inzwischen erheblich günstiger an.

Weil's im Vertrag an einer wirksamen Widerrufsbelehrung fehlt, können Verbraucher aus dem teuren Vertrag aussteigen", weist die Verbraucherzentrale NRW einen Weg, um entweder in einen möglichst
günstigen Tarif bei RWE oder bei einem anderen Versorger wechseln zu können. Außerdem: Ein Teil der Kun­den hat - gleichwohl das Kleingedruckte es vorsieht - vom Versorger keine Auf­tragsbestätigung erhalten. "Kunden können sich dann auf einen fehlenden Ver­tragsabschluss berufen und brauchen das Gas höchstens zu den momentan günstigen allgemeinen Preisen zu bezahlen", zeigt sie als weitere Option auf.

Tipp: Sollte RWE Westfalen Weser-Ems den Widerruf nicht anerkennen, werden Kunden zunächst zu den alten Vertragsbedingungen von "RWE Erdgas 2011" weiterbeliefert. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt dann, Schadenersatz zu verlangen: "Kunden sollten auf Ersatz der Differenz zwischen dem Preis dieses Tarifs und den günstigeren Konditionen pochen, die sie nach einem Widerruf mit RWE oder mit einem anderen Anbieter vereinbart hätten. Vorsorglich sollten die Schadenersatzansprüche bei RWE angemeldet werden. Dann kann das Unter­nehmen später nicht behaupten, der Kunde habe die Ablehnung des Widerrufs akzeptiert und den Vertrag stillschweigend fortgesetzt." Um die Höhe der Schadenersatzansprüche belegen zu können, sollten Angebote anderer Gasan­bieter verglichen und dokumentiert werden.

Eine Verbraucherinformation mit allem Wissenswerten sowie Musterbriefen (für Selbstabholer zum Preis von 1,50 Euro) gibt es in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW oder im Internet unter www.vz-nrw.de. Hier findet man auch einen Preisrechner : www.vz-nrw.de/energiepreisatlas .

Russisches Gas billiger

30% Preissenkung

Russisches Gas billiger

(26. Juni 2009) Gazprom will den Lieferpreis für die Energieversorger in Europa senken. Im Vergleich zum Vorjahr werde der Durchschnittspreis für 1000 m3 von 400 auf aktuell 280 US-Dollar zurückgehen, so Gazprom-Vizevorstandschef Alexander Medwedew in Moskau.

Insgesamt werde der Durchschnittspreis um 30% sinken, wodurch der Gesamterlös aus dem Gasgeschäft 2009 voraussichtlich auf rund 40 Mrd. Dollar schrumpfen werde.

Gaspreise sinken

E.on-Preise

Gaspreise sinken

(22. Juni 2009) Gas wird ab Juli für ein Drittel der 20 Mio. deutschen Haushalte mit Gasbezug erneut billiger. Nach einer Auswertung des Berliner Verbraucherportals Toptarif.de wollen mindestens 232 Gasversorger ihre Preise im dritten Quartal 2009 erneut um durchschnittlich 10% senken.

Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh reduzieren sich die Kosten so ab Juli im Schnitt um 144 Euro. Bereits in den ersten beiden Jahresquartalen hatten 711 Versorger ihre Tarife um
durchschnittlich 14,6% verbilligt.

Viele Grundversorger senkten nun bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ihre Gaspreise, so Toptarif. Bei 20 regionalen Stadtwerken seien die Preise seit Jahresbeginn sogar um 30% und mehr gefallen.

Neben vielen kleineren und mittleren Stadtwerken planten auch fast alle Großversorger wie RWE, EnBW, EWE und die Berliner Gasag im Juli ihre Tarife zum dritten Mal zu senken. Nur Marktführer E.ON halte sich
bedeckt und habe noch keine Preissenkungen fürs kommende Quartal in Aussicht gestellt.

Die momentane Passivität der sieben E.ON-Regionaltöchter bei der Weitergabe der gesunkenen Beschaffungskosten ist höchst fragwürdig, zumal die E.ON Tochter Ruhrgas besonders günstigen Zugang zu Gasimporten hat.

Ein durchschnittlicher E.ON-Kunde muss ab Juli zwischen 7,6% und 24,5% mehr für sein Gas zahlen als bei den anderen Großversorgern. Während bei den E.ON-Töchtern im günstigsten Tarif im Schnitt 1349 Euro für 20.000 kWh Jahresverbrauch fällig werden, verlangt EWE dafür nur 1019 Euro.

Gazprom drosselt

Produktion und Preise sinken

Gazprom drosselt

Produktion und Preise sinken

(27. Mai 2009) Die russische Gazprom reduziert ihre Produktion wegen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr um bis zu 18%. Das Fördervolumen werde angesichts des wirklichen Verbrauchs des Marktes nur noch bei 450 bis 510 Mrd m3 liegen, so das Unternehmen.

Im vergangenen Jahr hatte Gazprom noch 549,7 Mrd m3 Erdgas gefördert. Seit April hat Gazprom seine tägliche Produktion wegen des gesunkenen Verbrauchs insbesondere in Europa um über 30% gedrosselt und gleichzeitig die Preise gesenkt.

Stottert der Gasmotor?

Gas verliert an Bedeutung

Stottert der Gasmotor?

Gas verliert an Bedeutung

(18. Mai 2009) Der Marktanteil von Erdgas im Wärmebereich könne bis zur Bedeutungslosigkeit abnehmen, warnt Hartmut Henkel, der Direktor der Vertriebsdirektion West der E.ON Ruhrgas AG.

Der Erdgasverbrauch in Deutschland stagniere seit Jahren: 1996 habe er bei 83,8 Mrd m3 gelegen, 2007 bei 83,6 Mrd und 2008 bei 82,7 Mrd m3. Von 75% um die Jahrtausendwende auf aktuell 55% sei der Einbau von Gasheizungen in Neubauten zurückgegangen.

Als Wunschenergie für Haushalte werde Erdgas nur noch von einem Viertel genannt, vor fünf Jahren seien es knapp 40% gewesen. Erdgas brauche einen positiven und einheitlichen Auftritt. Hoffnung setzt Henkel auf die Erdgaswärmepumpe, Mikro-KWK und die Brennstoffzelle.

Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat den Rückgang des Gasverbrauchs als großartigen Erfolg begrüßt. Man sei auf dem richtigen Weg, sich von den Risiken fossiler Energien unabhängig zu machen: den unkalkulierbaren Preisen und der Verfügbarkeit.

 

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letzte Änderung: 26.04.2017